Der KSŠŠD ist ein subventionierter Verein der Kärntner-slowenischen Studentinnen und Studenten in Wien. Jedes Jahr wird der Vorstand auf der Generalversammlung neu gewählt, um für kulturelle, politische und gesellige Tätigkeiten zu sorgen.
Derzeit im Vorstand:
Marko Sitter (Vorsitzender)
Matej Wakounig (Vizevorsitzender)
Lara Vouk (Schriftführerin)
Gabriel Stern (Kassier)
Dominik Srienc (Bibliothekar)
Nikolaj Grilc (Vorstandsmitglied)
Mija Kampuš (Vorstandsmitglied)
Marko Tolić (Vorstandsmitglied)
David Višnjić (Vorstandsmitglied)
Stefan Vouk (Vorstandsmitglied)
Der Klub slowenischer StudentInnen in Wien (KSŠŠD) ist vor allem im kulturellen und gesellschaftspolitischen Bereich aktiv, organisiert Diskussionen, Lesungen, Konzerte, Filmabende und beteiligt sich an verschiedenen Aktionen und Manifestationen der Solidaritäts- und Antikriegsbewegung.
Außerdem bemühen wir uns die Kooperation mit slowenischen Studenten- und Jugendorganisationen in Österreich, sowie mit anderen Organisationen und Einzelpersonen zu stärken, die sich für die im Artikel 7 des Österreichischen Staatsvertrages garantierten Rechte der Kärntner Slowenen einsetzen.
1923: Eine Handvoll slowenischer Studenten aus Kärnten gründete den Klub, damals noch unter dem Namen „Klub der Kärntner slowenischen Akademiker in Wien“.
Der erste Vorsitzende des Klubs war Zdravko Zwitter, der den „Dunajski Krožek“ („Wiener Kreis)“ ins Leben rief. Das Ziel dieser Vereinigung war es, eine Plattform für alle in Wien lebenden Slowenen zu schaffen. Neben einer Gesangs-, einer Tamburizza- und einer Theatergruppe gab es auch eine slowenische Sonntagsschule. Die Treffen des Klubs fanden damals im Korrekturzimmer einer tschechischen Druckerei im fünften Wiener Gemeindebezirk statt – dort korrigierten die Klubmitglieder die Zeitung „Koroški Slovenec“, die von Tschechen in Wien gedruckt wurde.
Im Jahr 1941, nach dem Angriff auf Jugoslawien, verboten die Nazis alle noch bestehenden slowenischen Vereine, darunter auch den Klub der Kärntner slowenischen Akademiker in Wien. 16 Klubmitglieder kamen während des Zweiten Weltkriegs ums Leben.
1946 wurde der Klub neu gegründet. Weil sie über keine eigenen Räumlichkeiten verfügten, hielten die Studenten ihre Treffen in Kaffeehäusern ab, dementsprechend waren natürlich auch die Möglichkeiten der Klubtätigkeit eingeschränkt.
Im Jahr 1960/61 stellte der Kroatische Akademikerklub seine Räumlichkeiten einmal wöchentlich den slowenischen Studenten zur Verfügung.
1961 übersiedelte der Klub in das neu gegründete Studentenheim „Korotan“ und änderte seinen Namen in „Klub slowenischer Studenten in Wien“. Die Zahl der Klubmitglieder stieg schnell an und auch die Kontakte mit der Wiener Öffentlichkeit wurden intensiver – bekannte Politiker wie Klaus und Kreisky besuchten in den darauf folgenden Jahren den Klub.
In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre begann die Studentenrevolte, von der auch die slowenische Jugend beeinflusst wurde. Die Klubmitglieder entwickelten mehr Bewusstsein für andere politische Probleme in verschiedenen Teilen der Welt, wobei sie gleichzeitig einen Ausweg aus der festgefahrenen Situation in der Minderheitenfrage suchten. Ihre Tätigkeit übte starken Einfluss auf die erstarrten politischen Strukturen der Kärntner Slowenen aus.
1970 gründeten einige Klubmitglieder die politische Zeitschrift „Kladivo“ und begannen mit Sprühaktionen, wobei sie den einsprachigen Ortstafeln die slowenischen Ortsbezeichnungen hinzufügten. Beide Kärntner slowenischen politischen Organisationen distanzierten sich anfangs von diesen Aktionen, die slowenische Bevölkerung in Kärnten jedoch solidarisierte sich damit.
1971 bekam der Klub endlich seine eigenen Räumlichkeiten in der Mondscheingasse 11 im siebten Wiener Gemeindebezirk, wo er sich auch heute noch befindet.
Die Klubmitglieder wurden immer aktiver in der internationalen Solidaritätsbewegung und befassten sich auch mit anderen sozialpolitischen Themen in Österreich.
1973 organisierte der Klub die erste Massendemonstration für die Durchsetzung des Artikels 7 des Österreichischen Staatsvertrages, 1976 war er aktiv am Boykott der Minderheitenfeststellung beteiligt.
Im Jahr 1980 übernahm der Klub das Sekretariat des Österreichischen antifaschistischen Komitees und vertiefte die Kontakte zu österreichischen Organisationen, die sich gegenüber den Kärntner Slowenen solidarisch zeigten. Außerdem engagierten sich die Klubmitglieder in der Antikriegs- und Friedensbewegung.